Hubert Hüppe
Statement des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, für Health-Media e.V. /R4H - das Radio für barrierefreie Köpfe Behinderte Menschen in den Medien – egal ob vor oder hinter dem Mikrofon oder der Kamera – sind in Deutschland ein seltenes Ereignis. Medien für behinderte Menschen – egal ob es sich um Untertitelung von Fernsehsendungen oder Beiträge in leichter Sprache handelt – sind in Deutschland noch seltener. Besonders auffällig ist diese Situation bei großen Ereignissen wie den Olympischen und Paralympischen Spielen. Im Vergleich zu Berichten und Übertragungen von den olympischen Wettkämpfen, werden die paralympischen Spiele in den großen Medien nach wie vor nicht gleichrangig behandelt – obwohl ich mich sehr darüber freue, dass sich die Sendezeiten und Berichterstattungen im Laufe der vergangenen Veranstaltungen stark gesteigert haben. Mit “R4H – das Radio für barrierefreie Köpfe“ und dessen Sendeformat “Radio4Handicaps“ schließt der Health Media e.V. seit dem Jahr 2004 diese Lücke. Als Radioformat für, mit und von behinderten Menschen werden interessante und relevante Informationen aufbereitet und bundesweit ausgestrahlt. Gerade die vor Ort-Berichterstattung von den Paralympischen Spielen 2010 in Kanada wird sicherlich erneut für einen Anstieg der Hörerzahlen sorgen. Das Projekt „Ich bin taub und höre Radio(4Handicaps)“, das R4H ins Leben gerufen hat, macht eines besonders deutlich: In der Welt der Medien ist Vieles möglich, was auf den ersten Blick unmöglich scheint.
Umso erstaunlicher finde ich, dass es gerade großen Medienunternehmen scheinbar unmöglich ist, auch nur relativ unkomplizierte Lösungen wie Untertitelungen oder Audiodeskriptionen anzubieten. Simultanübersetzungen in Gebärdensprache oder gar die Co-Produktion von Sendungen in einfacher Sprache wagt man da schon kaum zu fordern. Das Engagement von Health Media e.V. beweist jedoch auf innovative und eindruckvolle Weise, dass es möglich ist. Ich würde mir wünschen, dass sich daran auch große Unternehmen ein Beispiel nehmen. Denn eines lässt sich ebenfalls nicht verleugnen: Die Medien haben maßgeblichen Einfluss auf die öffentliche Meinung. Wenn wir wirklich etwas verändern wollen für behinderte Menschen, brauchen wir die Medien. Wir brauchen die mediale Aufmerksamkeit, um die Gesellschaft für die Belange behinderter Menschen zu sensibilisieren und um ein Leben in Vielfalt zur Normalität werden zu lassen.
Nur, wenn Untertitel und Gebärdendolmetschungen, Audiodeskriptionen und Sendungen in leichter Sprache selbstverständlich sind, nur wenn es normal ist, behinderte Menschen sowohl hinter als auch vor Kameras und Mikrofonen zu sehen und zu hören, kann man wirklich behaupten, eine inklusive Gesellschaft zu sein. R4H – das Radio für barrierefreie Köpfe hat hier Vorbildcharakter!Hubert Hüppe
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Deutschland 1.Platz
Sendeplan ARD/ZDF


Behinderte Menschen in den Medien – egal ob vor oder hinter dem Mikrofon oder der Kamera – sind in Deutschland ein seltenes Ereignis...
... inzwischen gehören die Paralympics und R4H zusammen. Ihr seid dicht dran und vermittelt sehr lebendig ...
Mit Ihrer Arbeit sind Sie nicht nur nah dran, sondern mittendrin. Sicherlich kann Ihr Engagement
...Beteiligung von Betroffenen und ihren Verbänden und Vereinen eine wesentliche Rolle, denn selbstbe- stimmte Teilhabe funktioniert nur nach dem Motto
das vielseitige und kreative Engagement des Health-Media e.V. verbunden mit Ihrem Motto „Nur wer abseits eingefahrener Wege geht, hinterlässt bleibende Spuren“
Das Engagement von Health-Media e.V. zeigt in vorbildlicher Weise, wie durch das Sendeformat “R4H“ die Medien für Menschen mit Behinderung aktiv geöffnet werden, ...
Die sportlichen Leistungen der Menschen begeistern uns alle. Menschen, die blind sind, betreiben Biathlon. 